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Wege zum Gartenglück – Teil 4

Perfektion ist langweilig

Wer einen Garten anlegen möchte, muss den eigenen Perfektionisten auch mal vor der Gartenpforte aussetzen und entspannt mit seinem Garten umgehen. Nur so kann man wirklich mit Freude und Erfolg gärtnern – die Arbeit soll ja schließlich auch Spaß bringen und nicht ständig in Stress ausarten. Perfektion ist auch oft langweilig; makellos angelegte Gärten bleiben meistens nicht so lange im Gedächtnis – sie sind austauschbar und leicht verwechselbar. Es wäre doch einfallslos und monoton, wenn alle Gärten gleich oder zumindest sehr ähnlich aussehen würden. Gärten mit Ecken und Kanten und kleinen Fehlern sind dagegen charmant und individuell und bleiben länger in Erinnerung. Bei mir im Garten wachsen zum Beispiel viele Stauden wild ineinander. Es wäre viel zu mühsam sie alle zu bändigen und sieht dazu noch wunderschön aus.
Gärtnern ist Leidenschaft, es erwarten einen auch immer wieder Rückschläge, aber vor allem auch viele tolle Überraschungen. Was bei dem einen hervorragend gedeiht, misslingt bei dem anderen und in der Natur kann einfach nicht alles perfekt sein. Einiges wächst und vermehrt sich von alleine und daher sieht der Garten ja auch jedes Jahr wieder anders aus. Optisch ist in meinem Garten auch nicht immer alles ideal, aber viele Pflanzen sollen an ihrem Platz stehen bleiben und manchmal kommen eben neue dazu, die sich selbst ausgesät haben. Und ich bringe es nicht übers Herz sie rauszureißen oder umzupflanzen. Sie werden schon irgendeinen Grund gehabt haben, sich ausgerechnet an dem Platz anzusiedeln. Also, lasst Euch einfach immer wieder überraschen, was hinter der nächsten Gartenecke wächst…


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